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Politik
Die Sinti Union Rheinland-Pfalz e.V. vertritt deutsche Staatsangehörige, die als autochthone Volksgruppe neben ihrer deutschen Kultur und Sprache auch die Sprache, Kultur und Geschichte der Sinti, pflegen und leben. Diese deutschen Zigeuner ( Sinti ) sind seit Jahrhunderten im deutschen Volk integriert und sind Deutschland, seiner Kultur und seinen Menschen verbunden. Gleichzeitig wollen sie ihre angestammte Identität als Sinti bewahren.
Die Sinti Union Rheinland-Pfalz e.V. und die von ihr vertretenen Zigeuner unterstreichen, dass sie sich einerseits von den Instrumenten des europäischen Minderheitenschutzes erfassten Gruppen zurechnet, andererseits sich aber nicht selbst als nationale Minderheit bezeichnet sondern als Sinti-Volksgruppe im deutschen Volk, wie die friesische Volksgruppe, deren Position sie in vielen Bereichen teilt.
Fußend auf der angestammten Kultur der Sinti, die auch ein zu bewahrendes Tabusystem einschließt, tritt die Sinti Union Rheinland-Pfalz e.V. dafür ein, dass die Vermittlung der Sprache der Sinti eine private Aufgabe der Familien und Familienverbände bleibt. Nicht eine staatliche Aufgabe des Minderheitenschutzes. Aus denselben Gründen wendet sie sich gegen eine Benutzung des Rommenes (Sintetickes) der Sinti in der allgemeinen Öffentlichkeit, insbesondere in Medien, Behörden oder bei Gericht. Das Rommenes der Sinti (Sintetickes) soll aus der Tradition heraus eine Sprache der Sinti bleiben. Das schließt auch ein Eintreten der Sinti Union Rheinland-Pfalz e.V. für einen staatlichen Verzicht auf universitäre Forschung und Lehre zur Sprache und Kultur der Sinti ein. Bis auf diesen wichtigen Bereich ist die Sinti Union Rheinland-Pfalz e.V. offen für staatliches Handeln im Minderheitenschutz auch gegenüber der Sinti-Gemeinschaft. Insbesondere hofft sie auf staatliche Hilfe bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die private Pflege der angestammten Sprache und die Bewahrung der vielfältigen traditionellen Ausprägungen der Sinti-Kultur.
Deshalb begrüßt sie die entsprechenden Verpflichtungen Deutschlands zu anderen Themenbereichen im Rahmen der Europäischen Konvention der Regional- oder Minderheitensprachen. Sie plädiert allerdings gegen eine Aufnahme des Rommenes der Sinti (Sintetickes) in Verpflichtungen gemäß Teil III der Charta, weil dies zum Erreichen des Quorums zwingend staatliche Verpflichtungen zum Unterricht von Rommenes (Sintetickes) einschließen würde. Was - wie oben bereits dargestellt - den kulturellen Geboten der Sinti-Tradition widersprechen würde.
Neben der Durchsetzung politischer und sozialer Anliegen will sich die Sinti Union Rheinland-Pfalz e.V. durch ihr Engagement unter anderem auch gegen unberechtigte Vertretungsansprüche und Vereinnahmung anderer Organisationen schützen.
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